Geschichte

Zum 40. jährigen Jubiläum der ESCH GdbR (Grundstücksgesellschaft)


Die ESCH GdbR besteht nunmehr seit 40 Jahren. Zum Anlass dieses Jubiläums haben wir eine Broschüre drucken lassen, die sie hier als PDF-Dateidownloaden können.

 

 

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Esch & Co – 1886-1936

Ofen


1. April 1886
Friedrich Hermann Esch eröffnet einen Fabrikbetrieb zur Herstellung der irischen Öfen in Mannheim. Er erhält von der Firma Musgrave & Co Ltd Muster, Modelle und teilweise auch Maschinen, sowie einen Werksangehörigen der Firma Musgrave & Co Ltd.

1889 Das Gelände der „heutigen Fabrikstation“ wird gekauft bzw. ersteigert. Der Preis: 201.000 Mark.
Auf dem Gelände befindet sich: ein einstöckiges Wohnhaus, ein Maschinenhaus, ein Kesselhaus, ein einstöckiges „Comptoir“ (Büro), eine Steinhauer- und eine Schlosserwerkstatt.
Es gab eine Dampfmaschine von 20 PS, 2 Dampfkessel von je 5 Atm Überdruck, einen Gaserzeugungsofen und die Maschinen und Einrichtungen einer ehemaligen Tonwarenfabrik.
Im Spätjahr 1889 setzt die Fabrik eine eigene Gießerei in Betrieb.

1893 Die Firma Esch & Co bringt eigene Ofen-Modelle auf den Markt

Die Steigerung der Fabrikation im Zahlenbild

Jahr Anzahl der Öfen
1888 1889
1889 1980
1890 1838
1891 3278
1892 4280
1893/94 4594
1894/95 4673


1905
scheidet Friedrich Hermann Esch im Alter von 68 Jahren aus dem Gesellschafterverhältnis aus und Albert Künkler (der Schwager von Herrn Esch) tritt als persönlich haftender Teilhaber in die Firma ein.

1914 Der 1. Weltkrieg bricht aus und greift entscheidend in alle Verhältnisse ein. Die Hälfte der Gefolgschaft der Firma Esch rückt ins Feld. Nur durch Einsatz aller Kräfte konnte die kleine Belegschaft den Betrieb aufrecht erhalten.

1918 Albert Künkler stirbt im Alter von 63 Jahren.
Er hinterließ das Werk trotz der Auswirkungen des Krieges wohl fundiert im Kern.

1918 Gustav Friedrich Esch, der älteste Sohn des Fabrikgründers, übernimmt die Leitung des Werkes. Die Zeit nach dem Krieg bleibt extrem schwierig. Die Produktion der Fabrik erreicht nur weniger als die Hälfte der normalen Leistung. Die meisten Geschäftsabschlüsse brachten durch den anhaltenden Sturz der Mark Verluste.





Zahlenbild zur Veranschaulichung der Preisverhältnisse

Jahr Preis für das Ofenmodel Mosel Preis für ein Laib Brot
1914 56,00 Mark 0,54 Pfennig
1920 280,00 Mark 1,86 Mark
1923 6,23 Millarden 350 Millarden
1933 76 Mark 0,42 Pfennig

 

Dass sich die Firma durch die Wirren der Nachkriegszeit retten konnte, ist zurückzuführen auf ihre Vorsicht gegenüber Kapitalanlagen, auf das Zutrauen der Kundschaft zu dem bewährten Fabrikat und nicht zuletzt auf das verständnisvolle Verhalten der Belegschaft, die sich mit den sehr niedrigen Tarifsätzen zufrieden gab.

1929-1936 scheint die lange, schwierige Zeit nach Krieg und Hyperinflation beendet; es konnten 22000 Öfen verkauft werden. Allerdings war dieser Aufschwung nicht von Dauer und es folgte erneut eine sehr schwere Wirtschaftskrise, so dass schließlich nur noch die Hälfte der Belegschaft vier Tage in der Woche arbeitete. Aber auch diese Krise konnte die Firma überstehen.